Information zum Spiel gegen Gladbach

Moin 96er,

lange Rede kurzer Sinn: Nach dem kindschen Lügenballett vom Donnerstag werden wir heute die Mikrofone leise und die Fahnen im Sack lassen.

Wir machen niemandem einen Vorwurf, der trotzdem die Mannschaft in dieser sportlichen Situation unterstützt. Wir für uns können allerdings morgens nicht mehr in den Spiegel gucken, würden wir nach dieser bodenlosen Frechheit einfach so weitermachen, als wäre nichts gewesen.

Eine Vereinsführung, die uns derart offenkundig ins Gesicht spuckt, hat nichts mehr als Verachtung und den maximalen Gegenwind verdient. Unser schärfstes Schwert ist die Kurve und die Stimmung, die von uns allen ausgeht. Nichts verschafft uns mehr Gehör als unser Schweigen.

Die Fanszene hatte gemeinsam drei Minimalforderungen nach dem Ende des Boykotts formuliert, die es bis zum kommenden Montag zu erfüllen galt. Wenn wir ehrlich sind, alles kein Hexenwerk, wäre man seitens des Vereins gewillt, halbwegs ein Tempolimit in die sich immer schneller werdende Konfrontationsspirale zu bekommen. Stattdessen tritt man der, mit der Beendigung des Boykotts, in Vorleistung gegangenen aktiven Fanszene mit der bekannten Ignoranz entgegen, die man nur von Martin Kind und seinen Knechten kennt.

Von den mindestens 119 abgelehnten Mitgliedsanträgen wurde niemand aktiv rückwirkend aufgenommen oder vom Verein angeschrieben. Der an die Vereinsführung gestellte Fragenkatalog wurde erst nicht schriftlich beantwortet und sollte daraufhin in einem Gespräch beantwortet werden. Hier gingen wieder wir, die Fanszene, in Vorleistung und gaben uns mit diesem Kompromiss zufrieden. Nach wochenlanger Planung ließ man vereinsseitig unter fadenscheinigen Gründen dieses Gespräch nun platzen. Die Gründe zeugen mehr denn je von einem diktatorischen Führungsstil, der keinen Platz für eine zweite Meinung lässt. Womit wir auch beim dritten Punkt angelangt sind: die Anerkennung der vereinsinternen Opposition. Öffentliche Diffamierungen, die Verbreitung von Lügen und das Schaffen eigener Gründe (Vereinsausschlüsse), um sich der Diskussion und den Fragen nicht stellen zu müssen. Diese Reaktionen zeigen sehr gut, wie die Verantwortlichen im Verein mittlerweile ticken.

Von daher klappen wir ab heute das Visier wieder runter. Wir – gemeint sind ALLE 96-Fans – sind der Verein. Wir waren es vor und werden es auch nach Martin Kind sein. Was zählt ist jetzt nicht mehr „im Block“, sondern mehr denn je „im Verein“. Auf zur Mitgliederversammlung.

Die Ultraszene von Hannover 96 im Februar 2018

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