Das Derby und die Folgen

Vergangenen Donnerstagabend gab es einen Fanszenestammtisch im Fanprojekt bei dem das weitere Vorgehen nach dem Derby diskutiert wurde. Das Ergebnis ist dabei folgendes: Die organisierte Fanszene wird bis auf weiteres darauf verzichten, für eine koordinierte Unterstützung zu sorgen. Dabei ist jedem Einzelnen selbstverständlich freigestellt, ob er sich dem anschließt oder aber die Mannschaft weiterhin lautstark unterstützt. Wir werden niemandem etwas vorschreiben.

Die Gründe für dieses Vorgehen sind vielfältig, wobei der herzlose Auftritt im Derby nur den Gipfel des Eisberges darstellt. Deutlich schwerer im Magen liegt uns die Behandlung der Fanszene seitens der Verantwortlichen von “Hannover 96″. Nicht nur, dass die erzwungene Busanreise nicht mit unserer Vorstellung von Handlungs- und Reisefreiheit vereinbar ist, sondern auch das Gefühl, die Verantwortlichen wollen die eigenen Fans gar nicht erst dabei haben, lässt bei zu vielen die Lust schwinden, “Dienstleister” bzgl. der Stimmung zu sein und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Dass sich 96 sogar juristischer Winkelzüge bedient, um knapp 100 Auswärtsdauerkartenbesitzern die Eintrittskarten zu verwehren, obwohl die Rechtssprechung mehr als deutlich dazu war, finden wir ebenso beschämend, wie die Äußerungen von Präsident und Mitarbeitern.

Wir sind uns bewusst, dass der Moment von einigen als unglücklich empfunden wird und wissen auch selbst nicht, ob es der goldene Weg ist. So zu tun, als wäre nichts gewesen, ist uns aber schlicht nicht möglich. Zu oft wurde uns und allen anderen Beteiligten in den letzten Wochen vor Augen geführt, wie wenig Verständnis “Hannover 96″ für seine Fans hat.
Alle Befürworter, Kritiker und Leute, die hin und her gerissen sind, sind am kommenden Dienstag um 19 Uhr wieder herzlich ins Fanprojekt eingeladen, um den heutigen Tag Revue passieren zu lassen und die kommenden Spieltage zu diskutieren.

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